Die emotionale Agfa-Box  -  Meine Kurzgeschichte zur Fotografie …

 

Die ersten Schritte in der Fotografie machte ich schon in früher Jugend mit einer Agfa-Box meiner Eltern. Diese Box hatte noch ein 2-teiliges Gehäuse und wurde mit einem 6 x 9 cm Rollfilm bestückt. Zur Blendenauswahl gab es nur f11 und f16. Gerade mal die ausreichende Auswahl für den Einstieg. Meine erste eigene Kamera war in den 70er Jahren eine Praktica Super TL2, später verschlug es mich in Richtung Canon. Diese Marke fesselt mich bis heute.

Doch halt, ich vergesse vor lauter Details wesentliches.
Mein Name ist Martin und ich wurde im frühlingshaften Mai des Jahres 1958 in Wien geboren und wohne seit 1962 in Hainburg an der schönen blauen Donau.
 

Meine liebe zum Motorsport und die Freude diesen auch aktiv zu betreiben, haben mich immer schon zum Festhalten der gebotenen „Action“ animiert. Die folgende Zeit als aktiver Motorsportler ergab zwangsweise eine mehrjährige Abstinenz vom Fotoapparat.

Erst die Schaffung meines Eigenheimes und das Ende meiner Motorsportkarriere brachte mich zurück zu Blende, Blitz, Belichtungszeit und Mega-Zoom. Mit Akribie und Detailgenauigkeit hielt ich den Werdegang meines Hauses fest.
 
Es zog mich aber wieder immer öfters zu Autoausstellungen und Motorsportveranstaltung hin, wo das eine oder andere interessante Bild entstand.
Der wirkliche Initial-funken zum großen Wiedereinstieg in die Fotografie waren aber die Abrissarbeiten der letzten österreichischen Zigarettenfabrik in Hainburg.
In diesem Betrieb war ich jahrelang als Elektriker tätig und kannte somit das Werk In- und Auswendig. Mit jedem Loch das die Bagger in das Gebäude rissen, sah ich meinen alten Wirkungsbereich schwinden. Diese Eindrücke wollte ich für mich, aber auch für meine früheren Kollegen festhalten und den letzten Akt einer mehr als 200 jährigen Kulturgeschichte der Tabakindustrie in Hainburg fotografisch bewahren.
In dieser Zeit habe ich auch meine Ausrüstung auf den letzten Stand gebracht, und somit auch fit für neue Interessengebiete gemacht.
 
Neben dem Motorsport hat mich die Musik schon seit frühester Jugend begleitet. Da es in meiner Jugend üblich war, dass nahezu in jedem Freundeskreis jemand mit einer Gitarre saß und dort alles von Folk über Blues bis Austropop „getingelt“ wurde, zog es auch mich sehr bald zum Besuch von diversen Liveacts hin. Ein Fotoapparat war natürlich, falls erlaubt und vor allem in den letzten Jahren auch immer dabei.
Diese wiedererwachte liebe konnte glücklicherweise bald mit Leben erfüllt werden, da mir eine meiner Lieblingsbands die Möglichkeit zur kreativen Entfaltung gab.

Zusammengefast sind es vor allem Architektur, Musik und Motorsport, die mein fotografisches schaffen beeinflussen.

Ich möchte mich aber gar nicht auf eine Schiene fest legen, sondern bin eher ein emotioneller Fotograf, der Versucht seine Eindrücke für sich und andere fest zu halten.

Ob mir das gelingt, soll jeder Betrachter für sich entscheiden …